{"id":50,"date":"2015-06-23T16:09:04","date_gmt":"2015-06-23T14:09:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/?p=50"},"modified":"2026-05-13T17:03:52","modified_gmt":"2026-05-13T15:03:52","slug":"urogenitale-beschwerden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/beschwerden-a-z\/urogenitale-beschwerden","title":{"rendered":"Urogenitale Beschwerden"},"content":{"rendered":"<p>Beschwerden im urogenitalen Bereich sind h\u00e4ufig und k\u00f6nnen die Lebensqualit\u00e4t stark beeintr\u00e4chtigen. Sie betreffen Frauen und M\u00e4nner unterschiedlich, nehmen jedoch mit zunehmendem Alter oft zu.<\/p>\n<p>Je nach Ursache ist eine Kombination aus medizinischer und psychologischer Behandlung sinnvoll.<\/p>\n<h2>Harninkontinenz<\/h2>\n<p>Harninkontinenz bedeutet unwillk\u00fcrlichen Harnverlust. Dieser reicht von wenigen Tropfen beim Husten oder Heben bis zum vollst\u00e4ndigen Kontrollverlust \u00fcber die Blase.<\/p>\n<p>Frauen sind besonders h\u00e4ufig betroffen, etwa durch Beckenbodenschw\u00e4che, Geburten oder hormonelle Ver\u00e4nderungen. Bei M\u00e4nnern tritt Inkontinenz h\u00e4ufig nach Prostataoperationen auf.<\/p>\n<h3><strong>Formen<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>Stressinkontinenz (ca. 60% der F\u00e4lle)<\/li>\n<li>Dranginkontinenz (ca. 10%)<\/li>\n<li>Mischformen (ca. 20%)<\/li>\n<li>seltene Sonderformen (ca. 10%)<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Als Ursachen kommen in Frage:<\/h3>\n<ul>\n<li>Beckenbodeninsuffizienz, also Schw\u00e4che der Beckenbodenmuskulatur<\/li>\n<li>Anzahl der Geburten<\/li>\n<li>Verhalten im Wochenbett<\/li>\n<li>Hormonmangel im Alter<\/li>\n<li>Erh\u00f6hter Druck im Bauchraum bei Bronchitis und \u00dcbergewicht, Schwangerschaft<\/li>\n<li>Operationen<\/li>\n<li>Nervensch\u00e4den<\/li>\n<\/ul>\n<p>Viele Betroffene ziehen sich aus Scham zur\u00fcck. Dadurch k\u00f6nnen soziale Isolation, \u00c4ngste oder depressive Verstimmungen entstehen.<\/p>\n<h3>Therapiem\u00f6glichkeiten:<\/h3>\n<p>Medikament\u00f6se Therapien und Operationen sind aufgrund der Nebenwirkungen nur in wenigen F\u00e4llen indiziert und sinnvoll. Die Behandlungsmethode der Wahl ist <a href=\"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/therapien-und-loesungen\/biofeedback\">Biofeedback, <\/a>wie zahlreiche internationale Studien belegen. Diese Methode ist einfach zu erlernen, f\u00f6rdert die Eigenverantwortung der Betroffenen, hat keine Nebenwirkungen und weist einen ausgezeichneten Langzeiterfolg auf. Die Patienten trainieren dabei einzeln in angenehmer Umgebung mit vaginaler\/rektaler Elektrode ihren Beckenboden und erlangen so wieder die Kontrolle \u00fcber die Blasenfunktion.<\/p>\n<div>\n<h2>Menstruationsbeschwerden \u2013 \u201eRegelbeschwerden\u201c, die nicht die Regel sein sollten!<\/h2>\n<\/div>\n<div>\n<p>Menstruationsbeschwerden sind weit verbreitet und k\u00f6nnen sich durch Unterbauch- und R\u00fcckenschmerzen, M\u00fcdigkeit, \u00dcbelkeit, Kopfschmerzen oder Stimmungsschwankungen \u00e4u\u00dfern. Bei st\u00e4rkerer Auspr\u00e4gung beeintr\u00e4chtigen sie den Alltag, die Schule oder den Beruf deutlich.<\/p>\n<p>Die Ursachen sind vielf\u00e4ltig und reichen von hormonellen Ver\u00e4nderungen \u00fcber Entz\u00fcndungsprozesse bis hin zu Stress oder zugrunde liegenden Erkrankungen. Eine individuelle Abkl\u00e4rung ist wichtig, um eine passende Behandlung zu erm\u00f6glichen und Schmerzen sowie Einschr\u00e4nkungen nachhaltig zu reduzieren.<\/p>\n<\/div>\n<h3>Behandlungsm\u00f6glichkeiten<\/h3>\n<div>\n<ul>\n<li>Akupunktur (individuell angepasst)<\/li>\n<li>hormonelle Abkl\u00e4rung und ggf. Therapie mit bioidenten Hormonen<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Blasenentz\u00fcndung (Zystitis)<\/h2>\n<p>Akute oder chronische Entz\u00fcndungen der abf\u00fchrenden Harnwege sind \u00e4u\u00dferst schmerzhaft und einschr\u00e4nkend. Dabei k\u00f6nnen von der Harnr\u00f6hre \u00fcber die Blase auch die Harnleiter und in schweren unbehandelten F\u00e4llen auch die Nierenbecken betroffen sein.<\/p>\n<h3>Symptome k\u00f6nnen sein:<\/h3>\n<ul>\n<li>h\u00e4ufiger Harndrang<\/li>\n<li>Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen<\/li>\n<li>M\u00fcdigkeit, Abgeschlagenheit oder Fieber<\/li>\n<li>Bei kleinen Kindern und alten Menschen sind die ersten Anzeichen oft \u00dcbelkeit, Erbrechen und bei S\u00e4uglingen Nahrungsverweigerung<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Therapiem\u00f6glichkeiten:<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>entz\u00fcndungshemmende Medikamene<\/li>\n<li>ausreichend Fl\u00fcssigkeitszufuhr<\/li>\n<li>Ans\u00e4uerung des Harnds<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/therapien-und-loesungen\/akupunktur\">Akupunktur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/therapien-und-loesungen\/orthomolekulare-medizinaminosaeuren\">Orthomolekulare Therapie<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Sonderform: &#8222;Honeymoon-Zystitis&#8220;<\/strong><\/h3>\n<p>Blasenentz\u00fcndungen k\u00f6nnen durch h\u00e4ufigen Geschlechtsverkehr entstehen. Vorbeugend helfen u. a.:<\/p>\n<ul>\n<li>rasches Wasserlassen nach dem Geschlechtsverkehr<\/li>\n<li>ausreichendes Trinken<\/li>\n<li>ggf. vor\u00fcbergehende sexuelle Schonung<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<h2>Pr\u00e4menstruelles Syndrom<\/h2>\n<p>Das pr\u00e4menstruelle Syndrom umfasst k\u00f6rperliche und psychische Beschwerden, die einige Tage vor der Menstruation auftreten und mit Beginn der Blutung wieder nachlassen. Typisch sind Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, M\u00fcdigkeit sowie Symptome wie Brustspannen, Kopfschmerzen oder Wassereinlagerungen.<\/p>\n<p>Je nach Auspr\u00e4gung k\u00f6nnen die Beschwerden den Alltag und das soziale Leben deutlich beeintr\u00e4chtigen. Als Ursache gelten vor allem hormonelle Ver\u00e4nderungen im Zyklus und eine individuelle Empfindlichkeit gegen\u00fcber diesen Schwankungen.<\/p>\n<h3><strong>Symptome<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>M\u00fcdigkeit, Schmerzen, Wassereinlagerungen<\/li>\n<li>Stimmungsschwankungen oder depressive Verstimmung<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Therapie<\/h3>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/therapien-und-loesungen\/akupunktur\">Akupunktur<\/a><\/li>\n<li><u><a href=\"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/therapien-und-loesungen\/phytotherapie\">Phytotherapie <\/a><\/u>(M\u00f6nchspfeffer, Johanniskraut und Co)<\/li>\n<li>psychologische Therapie bei schweren Formen<\/li>\n<li>ggf. medikament\u00f6se Unterst\u00fctzung<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Selbsthilfe<\/h3>\n<ul>\n<li>ausreichend Schlaf<\/li>\n<li>Stressreduktion<\/li>\n<li>ausgewogene Ern\u00e4hrung<\/li>\n<li>Bewegung und Entspannung<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Vaginale Infektionen (Vaginosen)<\/h2>\n<p>Wiederkehrende bakterielle oder Pilzinfektionen k\u00f6nnen durch verschiedene Faktoren entstehen:<\/p>\n<ul>\n<li>Antibiotika oder Medikamente<\/li>\n<li>hormonelle Ver\u00e4nderungen<\/li>\n<li>Ver\u00e4nderungen des vaginalen pH-Werts<\/li>\n<li>\u00fcbertriebene Hygiene<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Behandlung<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>Ursachenkl\u00e4rung<\/li>\n<li>Anpassung von Hygiene- und Lebensgewohnheiten<\/li>\n<li>Darmaufbau<\/li>\n<li>hormonelle Therapie<\/li>\n<li>ggf. Mitbehandlung des Partners<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beschwerden im urogenitalen Bereich sind h\u00e4ufig und k\u00f6nnen die Lebensqualit\u00e4t stark beeintr\u00e4chtigen. Sie betreffen Frauen und M\u00e4nner unterschiedlich, nehmen jedoch mit zunehmendem Alter oft zu. Je nach Ursache ist eine Kombination aus medizinischer und psychologischer Behandlung sinnvoll. Harninkontinenz Harninkontinenz bedeutet unwillk\u00fcrlichen Harnverlust. Dieser reicht von wenigen Tropfen beim Husten oder Heben bis zum vollst\u00e4ndigen Kontrollverlust \u00fcber die Blase. Frauen sind besonders h\u00e4ufig betroffen, etwa durch Beckenbodenschw\u00e4che, Geburten oder hormonelle Ver\u00e4nderungen. Bei M\u00e4nnern tritt Inkontinenz h\u00e4ufig nach Prostataoperationen auf. Formen Stressinkontinenz (ca. 60% der F\u00e4lle) Dranginkontinenz (ca. 10%) Mischformen (ca. 20%) seltene Sonderformen (ca. 10%) Als Ursachen kommen in Frage: Beckenbodeninsuffizienz, also Schw\u00e4che der Beckenbodenmuskulatur Anzahl der Geburten Verhalten im Wochenbett Hormonmangel im Alter Erh\u00f6hter Druck im Bauchraum bei Bronchitis und \u00dcbergewicht, Schwangerschaft Operationen Nervensch\u00e4den Viele Betroffene ziehen sich aus Scham zur\u00fcck. Dadurch k\u00f6nnen soziale Isolation, \u00c4ngste oder depressive Verstimmungen entstehen. Therapiem\u00f6glichkeiten: Medikament\u00f6se Therapien und Operationen sind aufgrund der Nebenwirkungen nur in wenigen F\u00e4llen indiziert und sinnvoll. Die Behandlungsmethode der Wahl ist Biofeedback, wie zahlreiche internationale Studien belegen. Diese Methode ist einfach zu erlernen, f\u00f6rdert die Eigenverantwortung der Betroffenen, hat keine Nebenwirkungen und weist einen ausgezeichneten Langzeiterfolg auf. Die Patienten trainieren dabei einzeln in angenehmer Umgebung mit vaginaler\/rektaler Elektrode ihren Beckenboden und erlangen so wieder die Kontrolle \u00fcber die Blasenfunktion. Menstruationsbeschwerden \u2013 \u201eRegelbeschwerden\u201c, die nicht die Regel sein sollten! Menstruationsbeschwerden sind weit verbreitet und k\u00f6nnen sich durch Unterbauch- und R\u00fcckenschmerzen, M\u00fcdigkeit, \u00dcbelkeit, Kopfschmerzen oder Stimmungsschwankungen \u00e4u\u00dfern. Bei st\u00e4rkerer Auspr\u00e4gung beeintr\u00e4chtigen sie den Alltag, die Schule oder den Beruf deutlich. Die Ursachen sind vielf\u00e4ltig und reichen von hormonellen Ver\u00e4nderungen \u00fcber Entz\u00fcndungsprozesse bis hin zu Stress oder zugrunde liegenden Erkrankungen. Eine individuelle Abkl\u00e4rung ist wichtig, um eine passende Behandlung zu erm\u00f6glichen und Schmerzen sowie Einschr\u00e4nkungen nachhaltig zu reduzieren. Behandlungsm\u00f6glichkeiten Akupunktur (individuell angepasst) hormonelle Abkl\u00e4rung und ggf. Therapie mit bioidenten Hormonen Blasenentz\u00fcndung (Zystitis) Akute oder chronische Entz\u00fcndungen der abf\u00fchrenden Harnwege sind \u00e4u\u00dferst schmerzhaft und einschr\u00e4nkend. Dabei k\u00f6nnen von der Harnr\u00f6hre \u00fcber die Blase auch die Harnleiter und in schweren unbehandelten F\u00e4llen auch die Nierenbecken betroffen sein. Symptome k\u00f6nnen sein: h\u00e4ufiger Harndrang Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen M\u00fcdigkeit, Abgeschlagenheit oder Fieber Bei kleinen Kindern und alten Menschen sind die ersten Anzeichen oft \u00dcbelkeit, Erbrechen und bei S\u00e4uglingen Nahrungsverweigerung Therapiem\u00f6glichkeiten: entz\u00fcndungshemmende Medikamene ausreichend Fl\u00fcssigkeitszufuhr Ans\u00e4uerung des Harnds Akupunktur Orthomolekulare Therapie Sonderform: &#8222;Honeymoon-Zystitis&#8220; Blasenentz\u00fcndungen k\u00f6nnen durch h\u00e4ufigen Geschlechtsverkehr entstehen. Vorbeugend helfen u. a.: rasches Wasserlassen nach dem Geschlechtsverkehr ausreichendes Trinken ggf. vor\u00fcbergehende sexuelle Schonung Pr\u00e4menstruelles Syndrom Das pr\u00e4menstruelle Syndrom umfasst k\u00f6rperliche und psychische Beschwerden, die einige Tage vor der Menstruation auftreten und mit Beginn der Blutung wieder nachlassen. 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