{"id":37,"date":"2015-06-23T15:03:17","date_gmt":"2015-06-23T13:03:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/?p=37"},"modified":"2026-05-27T17:17:34","modified_gmt":"2026-05-27T15:17:34","slug":"angst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/beschwerden-a-z\/angst","title":{"rendered":"Angst"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Von der gesunden und der krankhaften Angst<\/h2>\n\n\n\n<p>Angst ist grunds\u00e4tzlich eine nat\u00fcrliche und wichtige Reaktion unseres K\u00f6rpers. Sie sch\u00fctzt uns vor Gefahren, macht uns aufmerksam und hilft, Risiken rechtzeitig zu erkennen. Problematisch wird Angst jedoch dann, wenn sie dauerhaft vorhanden ist, ohne klaren Anlass auftritt oder das t\u00e4gliche Leben zunehmend einschr\u00e4nkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Menschen mit Angstst\u00f6rungen erleben nicht nur belastende Gedanken, sondern auch starke k\u00f6rperliche Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Atemnot, Zittern oder innere Unruhe. Dadurch entsteht h\u00e4ufig ein Teufelskreis: K\u00f6rperliche Beschwerden l\u00f6sen Angst aus, die wiederum die k\u00f6rperlichen Symptome verst\u00e4rkt. In weiterer Folge beginnen Betroffene oft, bestimmte Situationen zu vermeiden &#8211; etwa Menschenmengen, soziale Kontakte oder Orte, an denen bereits einmal Angst aufgetreten ist. Dadurch wird die Angst langfristig meist noch st\u00e4rker.<\/p>\n\n\n\n<p>Angstst\u00f6rungen k\u00f6nnen sich sehr unterschiedlich \u00e4u\u00dfern. Manche Menschen leiden unter pl\u00f6tzlich auftretenden Panikattacken, andere unter sozialer Unsicherheit, dauerhaften Sorgen, Platzangst oder spezifischen \u00c4ngsten wie H\u00f6hen- oder Pr\u00fcfungsangst. Auch Stress, belastende Lebensereignisse, traumatische Erfahrungen, Perfektionismus oder langanhaltende \u00dcberforderung k\u00f6nnen zur Entstehung beitragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gute Nachricht: Angstst\u00f6rungen sind behandelbar. Durch psychologische Unterst\u00fctzung, geeignete Bew\u00e4ltigungsstrategien und \u2013 wenn notwendig \u2013 medizinische Begleitung k\u00f6nnen gelernt werden, \u00c4ngste besser zu verstehen, den Teufelskreis der Angst zu durchbrechen und wieder mehr Lebensqualit\u00e4t zu gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gesunde Angst<\/h2>\n\n\n\n<p>Angst ist grunds\u00e4tzlich eine nat\u00fcrliche Reaktion des K\u00f6rpers. Sie sch\u00fctzt uns vor Gefahren und hilft dabei, Risiken besser einzusch\u00e4tzen. Typische Beispiele sind Angst vor gro\u00dfen H\u00f6hen, engen R\u00e4umen oder gef\u00e4hrlichen Situationen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Sorgen um die eigene Gesundheit k\u00f6nnen sinnvoll sein, wenn sie dazu f\u00fchren, rechtzeitig medizinische oder psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Krankhafte Angst<\/h2>\n\n\n\n<p>Von einer Angstst\u00f6rung spricht man, wenn \u00c4ngste:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>dauerhaft belasten<\/li>\n\n\n\n<li>ohne angemessenen Grund auftreten<\/li>\n\n\n\n<li>zu Vermeidungsverhalten f\u00fchren<\/li>\n\n\n\n<li>Alltag, Beruf oder Beziehungen einschr\u00e4nken<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>H\u00e4ufige Themen krankhafter \u00c4ngste sind:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Angst vor Kontrollverlust<\/li>\n\n\n\n<li>Existenz\u00e4ngste<\/li>\n\n\n\n<li>Angst vor Krankheiten<\/li>\n\n\n\n<li>Angst vor sozialen Situationen<\/li>\n\n\n\n<li>Platzangst<\/li>\n\n\n\n<li>H\u00f6henangst<\/li>\n\n\n\n<li>Angst zu versagen oder Fehler zu machen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Oft entstehen zus\u00e4tzlich k\u00f6rperliche Beschwerden wie:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Herzrasen<\/li>\n\n\n\n<li>Schwindel<\/li>\n\n\n\n<li>Zittern<\/li>\n\n\n\n<li>Schwitzen<\/li>\n\n\n\n<li>innere Unruhe<\/li>\n\n\n\n<li>Atemnot oder Druckgef\u00fchl in der Brust<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Teufelskreis der Angst<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei vielen Angstst\u00f6rungen verst\u00e4rken sich k\u00f6rperliche Symptome und belastende Gedanken gegenseitig.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispiel:<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\">\n<li>Herzrasen tritt auf<\/li>\n\n\n\n<li>Die Angst vor einem Herzinfarkt entsteht<\/li>\n\n\n\n<li>Dadurch steigt die Anspannung weiter<\/li>\n\n\n\n<li>Das Herzrasen verst\u00e4rkt sich erneut<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>So kann innerhalb kurzer Zeit eine Panikattacke entstehen. Nach wiederholten Panikattacken entwickelt sich h\u00e4ufig eine \u201eAngst vor der Angst\u201c, wodurch bestimmte Situationen zunehmend vermieden werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">H\u00e4ufige Angstst\u00f6rungen<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Panikst\u00f6rung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Panikst\u00f6rung \u00e4u\u00dfert sich durch pl\u00f6tzlich auftretende Panikattacken mit intensiven k\u00f6rperlichen Symptomen wie:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Herzrasen<\/li>\n\n\n\n<li>Schwindel<\/li>\n\n\n\n<li>Zittern<\/li>\n\n\n\n<li>Atemnot<\/li>\n\n\n\n<li>Schwitzen<\/li>\n\n\n\n<li>Druckgef\u00fchl auf der Brust<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Viele Betroffene bef\u00fcrchten in diesem Moment einen Herzinfarkt oder Kontrollverlust. Die Attacken treten oft unerwartet auf und f\u00fchren zu starker Verunsicherung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Agoraphobie (Platzangst)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Agoraphobie besteht Angst vor Situationen oder Orten, aus denen eine Flucht schwierig erscheint oder keine Hilfe verf\u00fcgbar w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Typische Situationen:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Einkaufszentren<\/li>\n\n\n\n<li>\u00f6ffentliche Verkehrsmittel<\/li>\n\n\n\n<li>Kinos oder Aufz\u00fcge<\/li>\n\n\n\n<li>Menschenmengen<\/li>\n\n\n\n<li>alleine zu Hause sein<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Viele Betroffene beginnen, solche Situationen zu vermeiden, wodurch sich die Angst langfristig verst\u00e4rken kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sozialphobie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Sozialphobie beschreibt die starke Angst vor negativer Bewertung durch andere Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ufige angstausl\u00f6sende Situationen:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Vortr\u00e4ge oder Pr\u00e4sentationen<\/li>\n\n\n\n<li>Gespr\u00e4che mit fremden Personen<\/li>\n\n\n\n<li>Essen in der \u00d6ffentlichkeit<\/li>\n\n\n\n<li>Partys oder soziale Veranstaltungen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Typische Gedanken:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>\u201eIch blamiere mich.\u201c<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eAndere bemerken meine Nervosit\u00e4t.\u201c<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eIch mache etwas falsch.\u201c<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Dadurch entstehen h\u00e4ufig R\u00fcckzug, Unsicherheit und Vermeidungsverhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Generalisierte Angstst\u00f6rung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei der generalisierten Angstst\u00f6rung bestehen dauerhafte Sorgen und Anspannung in vielen Lebensbereichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Betroffene machen sich h\u00e4ufig \u00fcberm\u00e4\u00dfig Gedanken \u00fcber:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Familie<\/li>\n\n\n\n<li>Gesundheit<\/li>\n\n\n\n<li>Arbeit<\/li>\n\n\n\n<li>Finanzen<\/li>\n\n\n\n<li>Zukunft<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Sorgen wirken kaum kontrollierbar und gehen oft mit k\u00f6rperlicher Nervosit\u00e4t und Ersch\u00f6pfung einher.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spezifische Phobien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Spezifische Phobien beziehen sich auf klar eingegrenzte Situationen oder Objekte.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ufige Beispiele:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>H\u00f6henangst<\/li>\n\n\n\n<li>Flugangst<\/li>\n\n\n\n<li>Pr\u00fcfungsangst<\/li>\n\n\n\n<li>Angst vor Tieren<\/li>\n\n\n\n<li>Spritzenangst<\/li>\n\n\n\n<li>Angst vor engen R\u00e4umen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Angst ist meist deutlich st\u00e4rker als die tats\u00e4chliche Gefahr.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zwangsst\u00f6rung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei Zwangsst\u00f6rungen treten belastende Gedanken oder Handlungen auf, die sich kaum kontrollieren lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Typische Beispiele:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Kontrollzw\u00e4nge<\/li>\n\n\n\n<li>Waschzw\u00e4nge<\/li>\n\n\n\n<li>Z\u00e4hlzw\u00e4nge<\/li>\n\n\n\n<li>sich aufdr\u00e4ngende Gedanken<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Handlungen dienen oft dazu, Angst oder innere Spannung kurzfristig zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Belastungsreaktionen und Traumafolgest\u00f6rungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach schweren Belastungen wie:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Unf\u00e4llen<\/li>\n\n\n\n<li>Gewalt<\/li>\n\n\n\n<li>Krieg<\/li>\n\n\n\n<li>Verlust nahestehender Menschen<\/li>\n\n\n\n<li>Naturkatastrophen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>k\u00f6nnen Angstreaktionen auftreten. Halten die Beschwerden langfristig an, kann sich eine posttraumatische Belastungsst\u00f6rung entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie entstehen Angstst\u00f6rungen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Angstst\u00f6rungen entstehen meist durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>M\u00f6gliche Ursachen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>belastende Kindheitserfahrungen<\/li>\n\n\n\n<li>\u00fcberkritische oder \u00e4ngstliche Erziehung<\/li>\n\n\n\n<li>andauernder Stress<\/li>\n\n\n\n<li>traumatische Erlebnisse<\/li>\n\n\n\n<li>Perfektionismus<\/li>\n\n\n\n<li>mangelndes Selbstvertrauen<\/li>\n\n\n\n<li>fehlende Erholung<\/li>\n\n\n\n<li>k\u00f6rperliche oder hormonelle Faktoren<\/li>\n\n\n\n<li>\u00fcberm\u00e4\u00dfiger Konsum von Koffein oder Drogen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Behandlungsm\u00f6glichkeiten<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Psychologische Therapie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die psychologische Behandlung wird individuell angepasst und kombiniert h\u00e4ufig:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Verhaltenstherapie<\/li>\n\n\n\n<li>kognitive Umstrukturierung<\/li>\n\n\n\n<li>Gespr\u00e4chspsychotherapie<\/li>\n\n\n\n<li>Entspannungsverfahren<\/li>\n\n\n\n<li>Biofeedback<\/li>\n\n\n\n<li>Hypnose<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Ziel ist es, \u00c4ngste besser zu verstehen und langfristig selbstst\u00e4ndig bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Medizinische Behandlung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei st\u00e4rker ausgepr\u00e4gten Angstzust\u00e4nden kann zus\u00e4tzlich eine medikament\u00f6se Behandlung sinnvoll sein. Die Kombination aus psychologischer und medizinischer Therapie hat sich oft bew\u00e4hrt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Selbsthilfe bei Angst<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Folgende Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen unterst\u00fctzend wirken:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>sich \u00fcber Angst informieren<\/li>\n\n\n\n<li>soziale Kontakte aufrechterhalten<\/li>\n\n\n\n<li>Vermeidung reduzieren<\/li>\n\n\n\n<li>regelm\u00e4\u00dfige Entspannung trainieren<\/li>\n\n\n\n<li>ausreichend Erholung einplanen<\/li>\n\n\n\n<li>auf Alkohol und Beruhigungsmittel verzichten<\/li>\n\n\n\n<li>positive Aktivit\u00e4ten bewusst f\u00f6rdern<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Wichtig ist: Angstst\u00f6rungen sollten m\u00f6glichst fr\u00fch behandelt werden, damit sich die Beschwerden nicht weiter verst\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ratgeber- Tipps:<\/h2>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/produkt\/mein-weg-in-die-entspannung-ausgeglichen-beschwerdefrei-und-leistungsfaehig\">Mein Weg in die Entspannung von Dr. Norman Schmid (2013)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/produkt\/testprodukt\">Nicht immer denken. Die Kraft von Achtsamkeit, Stille und Konzentration (2014)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/produkt\/progressive-muskelentspannung-co-von-dr-norman-schmid-2012\">CD Progressive Muskelentspannung &amp; Co. von Dr. Norman Schmid (2012)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der gesunden und der krankhaften Angst Angst ist grunds\u00e4tzlich eine nat\u00fcrliche und wichtige Reaktion unseres K\u00f6rpers. Sie sch\u00fctzt uns vor Gefahren, macht uns aufmerksam und hilft, Risiken rechtzeitig zu erkennen. Problematisch wird Angst jedoch dann, wenn sie dauerhaft vorhanden ist, ohne klaren Anlass auftritt oder das t\u00e4gliche Leben zunehmend einschr\u00e4nkt. Viele Menschen mit Angstst\u00f6rungen erleben nicht nur belastende Gedanken, sondern auch starke k\u00f6rperliche Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Atemnot, Zittern oder innere Unruhe. Dadurch entsteht h\u00e4ufig ein Teufelskreis: K\u00f6rperliche Beschwerden l\u00f6sen Angst aus, die wiederum die k\u00f6rperlichen Symptome verst\u00e4rkt. In weiterer Folge beginnen Betroffene oft, bestimmte Situationen zu vermeiden &#8211; etwa Menschenmengen, soziale Kontakte oder Orte, an denen bereits einmal Angst aufgetreten ist. Dadurch wird die Angst langfristig meist noch st\u00e4rker. Angstst\u00f6rungen k\u00f6nnen sich sehr unterschiedlich \u00e4u\u00dfern. Manche Menschen leiden unter pl\u00f6tzlich auftretenden Panikattacken, andere unter sozialer Unsicherheit, dauerhaften Sorgen, Platzangst oder spezifischen \u00c4ngsten wie H\u00f6hen- oder Pr\u00fcfungsangst. Auch Stress, belastende Lebensereignisse, traumatische Erfahrungen, Perfektionismus oder langanhaltende \u00dcberforderung k\u00f6nnen zur Entstehung beitragen. Die gute Nachricht: Angstst\u00f6rungen sind behandelbar. Durch psychologische Unterst\u00fctzung, geeignete Bew\u00e4ltigungsstrategien und \u2013 wenn notwendig \u2013 medizinische Begleitung k\u00f6nnen gelernt werden, \u00c4ngste besser zu verstehen, den Teufelskreis der Angst zu durchbrechen und wieder mehr Lebensqualit\u00e4t zu gewinnen. Gesunde Angst Angst ist grunds\u00e4tzlich eine nat\u00fcrliche Reaktion des K\u00f6rpers. Sie sch\u00fctzt uns vor Gefahren und hilft dabei, Risiken besser einzusch\u00e4tzen. Typische Beispiele sind Angst vor gro\u00dfen H\u00f6hen, engen R\u00e4umen oder gef\u00e4hrlichen Situationen. Auch Sorgen um die eigene Gesundheit k\u00f6nnen sinnvoll sein, wenn sie dazu f\u00fchren, rechtzeitig medizinische oder psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Krankhafte Angst Von einer Angstst\u00f6rung spricht man, wenn \u00c4ngste: H\u00e4ufige Themen krankhafter \u00c4ngste sind: Oft entstehen zus\u00e4tzlich k\u00f6rperliche Beschwerden wie: Der Teufelskreis der Angst Bei vielen Angstst\u00f6rungen verst\u00e4rken sich k\u00f6rperliche Symptome und belastende Gedanken gegenseitig. Beispiel: So kann innerhalb kurzer Zeit eine Panikattacke entstehen. Nach wiederholten Panikattacken entwickelt sich h\u00e4ufig eine \u201eAngst vor der Angst\u201c, wodurch bestimmte Situationen zunehmend vermieden werden. H\u00e4ufige Angstst\u00f6rungen Panikst\u00f6rung Die Panikst\u00f6rung \u00e4u\u00dfert sich durch pl\u00f6tzlich auftretende Panikattacken mit intensiven k\u00f6rperlichen Symptomen wie: Viele Betroffene bef\u00fcrchten in diesem Moment einen Herzinfarkt oder Kontrollverlust. Die Attacken treten oft unerwartet auf und f\u00fchren zu starker Verunsicherung. Agoraphobie (Platzangst) Bei der Agoraphobie besteht Angst vor Situationen oder Orten, aus denen eine Flucht schwierig erscheint oder keine Hilfe verf\u00fcgbar w\u00e4re. Typische Situationen: Viele Betroffene beginnen, solche Situationen zu vermeiden, wodurch sich die Angst langfristig verst\u00e4rken kann. Sozialphobie Die Sozialphobie beschreibt die starke Angst vor negativer Bewertung durch andere Menschen. H\u00e4ufige angstausl\u00f6sende Situationen: Typische Gedanken: Dadurch entstehen h\u00e4ufig R\u00fcckzug, Unsicherheit und Vermeidungsverhalten. Generalisierte Angstst\u00f6rung Bei der generalisierten Angstst\u00f6rung bestehen dauerhafte Sorgen und Anspannung in vielen Lebensbereichen. Betroffene machen sich h\u00e4ufig \u00fcberm\u00e4\u00dfig Gedanken \u00fcber: Die Sorgen wirken kaum kontrollierbar und gehen oft mit k\u00f6rperlicher Nervosit\u00e4t und Ersch\u00f6pfung einher. Spezifische Phobien Spezifische Phobien beziehen sich auf klar eingegrenzte Situationen oder Objekte. H\u00e4ufige Beispiele: Die Angst ist meist deutlich st\u00e4rker als die tats\u00e4chliche Gefahr. Zwangsst\u00f6rung Bei Zwangsst\u00f6rungen treten belastende Gedanken oder Handlungen auf, die sich kaum kontrollieren lassen. 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