{"id":1788,"date":"2016-01-26T17:11:34","date_gmt":"2016-01-26T16:11:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/?p=1788"},"modified":"2016-01-26T17:11:34","modified_gmt":"2016-01-26T16:11:34","slug":"burnout-praevention-vortragsreihe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/vergangene-veranstaltungen\/burnout-praevention-vortragsreihe","title":{"rendered":"Burnout Pr\u00e4vention Vortragsreihe"},"content":{"rendered":"<p>Psychischen Belastungen am Arbeitsplatz nehmen relativ und absolut zu. Ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Unternehmen sind bereits heute auf dem Sprung, alle anderen wirtschaftlichen Belastungen hinsichtlich Sicherheit und Gesundheit in den Schatten zu stellen. Ob im Beruf oder im Alltag, laut Untersuchungen f\u00fchlt sich jeder\/jede Zehnte in \u00d6sterreich ausgepowert.<\/p>\n<p>\u201eIn \u00d6sterreich erleben ca. 27% (ca. 1 Million) der Menschen am Arbeitsplatz ungesunden Stress und sind Burn-Out gef\u00e4hrdet (\u00d6GB, 2004), psychische Belastungen in Betrieben nehmen st\u00e4ndig zu. Immer mehr Menschen auch au\u00dferhalb der Berufswelt sind steigenden Anforderungen ausgesetzt und sp\u00fcren den steigenden Druck auf ihre Energiereserven.<\/p>\n<p>Nicht nur ManagerInnen und Personen in sozialen Berufen k\u00f6nnen von chronischem Stress und Burn-out betroffen sein. Auch Personen mit Mehrfachbelastungen \u2013 z.B. allein erziehende berufst\u00e4tige M\u00fctter geraten sehr leicht in die \u201eStressfalle\u201c.<\/p>\n<p>Was bei vielen Betroffenen feststellbar ist, dass sehr h\u00e4ufig eigene Bed\u00fcrfnisse vernachl\u00e4ssigt und st\u00e4ndig eigene Leistungsgrenzen ignoriert werden, eine sehr hohe Verausgabungsbereitschaft, das Nicht-Nein-Sagen-K\u00f6nnen gegen\u00fcber Anderen bei gleichzeitig hohen Kontrollbed\u00fcrfnissen \u2013 ich muss alles selber machen Dies kann neben weiteren ung\u00fcnstigen Umfeldbedingungen \u2013 wie keine soziale Unterst\u00fctzung &#8211; den Grundstein zu einer ung\u00fcnstigen Burn-out Entwicklung mit sich bringe.<\/p>\n<p>Oft \u00fcbertragen wir unsere Leistungsanspr\u00fcche in alle Lebensbereiche \u2013 neben dem Beruf k\u00f6nnen wir dies auch in unserem Freizeitverhalten bemerken. Die genussvolle Bewegung beim Nordic-Walking wird zur Jagd nach Metern und Zeit, ich f\u00fchle mich f\u00fcr Jeden und Alles verantwortlich, Entspannung und Erholung kann ich mir erst g\u00f6nnen, wenn die ganze Arbeit erledigt ist. Nur wann ist alles perfekt erledigt?<\/p>\n<p>Das Ausbrennen mit all seinen negativen psychischen Folgen wie psychosomatischen Symptomen (wie z.B. Kopf- und R\u00fcckenschmerzen, Schlafst\u00f6rungen, Ersch\u00f6pfungsgef\u00fchle, Konzentrationsschw\u00e4chen bis hin zu Angst und Panikgef\u00fchlen es nicht mir alleine zu schaffen) kann jeden treffen, M\u00e4nner und Frauen, junge und alte Menschen.<br \/>\nZahlreiche Untersuchungen best\u00e4tigen den Trend, dass psychische Erkrankungen bedingt durch Stress und \u00dcberlastung im Steigen sind:<br \/>\nDie Zahl an physisch bedingten Krankenst\u00e4nden ist in den letzten drei Jahren um 17 Prozent zur\u00fcckgegangen. Psychisch bedingte Krankenst\u00e4nde aber sind um 60 Prozent gestiegen.<br \/>\n2 Millionen Arbeitstage gehen in \u00f6sterreichischen Betrieben aufgrund psychischer Gesundheitsprobleme der MitarbeiterInnen verloren<br \/>\n30 % aller Erwerbst\u00e4tigen in \u00d6sterreich leiden unter psychosomatischen Erkrankungen.<br \/>\nEs entfallen ca. 460 Krankenstandstage pro 1000 Besch\u00e4ftigte in \u00d6sterreich auf psychische Erkrankungen.<br \/>\nDie durchschnittliche Krankenstandsdauer je Krankenstandsfall ist bei psychischen Erkrankungen um das Doppelte bis Dreifache l\u00e4nger als bei \u0084rein\u201c k\u00f6rperlichen Erkrankungen.<br \/>\nFrauen sind weitaus st\u00e4rker von psychischen Erkrankungen betroffen und scheiden deshalb h\u00e4ufiger als M\u00e4nner aus dem Erwerbsleben aus.<br \/>\nPsychische Erkrankungen stellen nach Erkrankungen des Bewegungs- und St\u00fctzapparates die zweit h\u00e4ufigste Ursache f\u00fcr vorzeitige Pensionierungen dar.<\/p>\n<p>Mit diesen Zahlen f\u00fcr \u00d6sterreich wird die Notwendigkeit eines st\u00e4rkeren pr\u00e4ventiven Ansatzes im Rahmen des \u00d6sterreichischen Gesundheitsversorgungssystems unterstrichen.<\/p>\n<p>Wer nicht rechtzeitig gegensteuert und seine \u201ePsychohygiene\u201c pflegt, erh\u00f6ht das Risiko an psychosomatischen Erkrankungen oder sogar an Burn-out zu erkranken. Wer nicht rechtzeitig die Notbremse zieht, setzt seine Gesundheit auf\u2019s Spiel.<\/p>\n<p>Themen der Vortragsreihe Stress- und Burnout Pr\u00e4vention der N\u00d6-GKK durchgef\u00fchrt von Klinischen- und GesundheitspsychologInnen des Berufsverbandes \u00d6sterreichischer PsychologInnen Nider\u00f6sterreich (B\u00d6P-N\u00d6) werden sein:<\/p>\n<p>Was ist Stress und wie wirkt er auf unsere Leistungsf\u00e4higkeit?<br \/>\nWas verstehen wir unter Burn-out, wie k\u00f6nnen wir unsere eigenen Burnout-Risikofaktoren rechtzeitig erkennen?<br \/>\nUnd vor allem welche pr\u00e4ventiven Ma\u00dfnahmen sind auf individueller Ebene aber auch auf betrieblicher, famili\u00e4rer Ebene m\u00f6glich, um nicht an k\u00f6rperlicher und psychischer Ersch\u00f6pfung zu leiden.<br \/>\nWie kann ich mit den vielen Herausforderungen meines (Arbeits-) Alltages besser umgehen und dabei gesund bleiben?<\/p>\n<p>Interessierte werden im Rahmen der Vortr\u00e4ge zum Reflektieren ihrer eigenen \u201eSress-Situation\u201c angeregt und erhalten von Klinischen- und Gesundheitspsychologen wichtige Tipps und Empfehlungen zur Vorbeugung und Selbsthilfe.<\/p>\n<p>Sie werden aber auch erfahren, wo man sich hinwenden kann, wenn es bereits \u201ebrennt\u201c und wie psychologische Unterst\u00fctzung und Hilfe von psychologischen ExpertInnen des Berufsverbandes \u00d6sterreichischer PsychologInnen (B\u00d6P) in der Praxis angeboten wird.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/stress-_burn-out_praevention_2008.pdf\">Stress und Burnout Pr\u00e4vention<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Psychischen Belastungen am Arbeitsplatz nehmen relativ und absolut zu. Ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Unternehmen sind bereits heute auf dem Sprung, alle anderen wirtschaftlichen Belastungen hinsichtlich Sicherheit und Gesundheit in den Schatten zu stellen. Ob im Beruf oder im Alltag, laut Untersuchungen f\u00fchlt sich jeder\/jede Zehnte in \u00d6sterreich ausgepowert. \u201eIn \u00d6sterreich erleben ca. 27% (ca. 1 Million) der Menschen am Arbeitsplatz ungesunden Stress und sind Burn-Out gef\u00e4hrdet (\u00d6GB, 2004), psychische Belastungen in Betrieben nehmen st\u00e4ndig zu. Immer mehr Menschen auch au\u00dferhalb der Berufswelt sind steigenden Anforderungen ausgesetzt und sp\u00fcren den steigenden Druck auf ihre Energiereserven. Nicht nur ManagerInnen und Personen in sozialen Berufen k\u00f6nnen von chronischem Stress und Burn-out betroffen sein. Auch Personen mit Mehrfachbelastungen \u2013 z.B. allein erziehende berufst\u00e4tige M\u00fctter geraten sehr leicht in die \u201eStressfalle\u201c. Was bei vielen Betroffenen feststellbar ist, dass sehr h\u00e4ufig eigene Bed\u00fcrfnisse vernachl\u00e4ssigt und st\u00e4ndig eigene Leistungsgrenzen ignoriert werden, eine sehr hohe Verausgabungsbereitschaft, das Nicht-Nein-Sagen-K\u00f6nnen gegen\u00fcber Anderen bei gleichzeitig hohen Kontrollbed\u00fcrfnissen \u2013 ich muss alles selber machen Dies kann neben weiteren ung\u00fcnstigen Umfeldbedingungen \u2013 wie keine soziale Unterst\u00fctzung &#8211; den Grundstein zu einer ung\u00fcnstigen Burn-out Entwicklung mit sich bringe. Oft \u00fcbertragen wir unsere Leistungsanspr\u00fcche in alle Lebensbereiche \u2013 neben dem Beruf k\u00f6nnen wir dies auch in unserem Freizeitverhalten bemerken. Die genussvolle Bewegung beim Nordic-Walking wird zur Jagd nach Metern und Zeit, ich f\u00fchle mich f\u00fcr Jeden und Alles verantwortlich, Entspannung und Erholung kann ich mir erst g\u00f6nnen, wenn die ganze Arbeit erledigt ist. Nur wann ist alles perfekt erledigt? Das Ausbrennen mit all seinen negativen psychischen Folgen wie psychosomatischen Symptomen (wie z.B. Kopf- und R\u00fcckenschmerzen, Schlafst\u00f6rungen, Ersch\u00f6pfungsgef\u00fchle, Konzentrationsschw\u00e4chen bis hin zu Angst und Panikgef\u00fchlen es nicht mir alleine zu schaffen) kann jeden treffen, M\u00e4nner und Frauen, junge und alte Menschen. Zahlreiche Untersuchungen best\u00e4tigen den Trend, dass psychische Erkrankungen bedingt durch Stress und \u00dcberlastung im Steigen sind: Die Zahl an physisch bedingten Krankenst\u00e4nden ist in den letzten drei Jahren um 17 Prozent zur\u00fcckgegangen. Psychisch bedingte Krankenst\u00e4nde aber sind um 60 Prozent gestiegen. 2 Millionen Arbeitstage gehen in \u00f6sterreichischen Betrieben aufgrund psychischer Gesundheitsprobleme der MitarbeiterInnen verloren 30 % aller Erwerbst\u00e4tigen in \u00d6sterreich leiden unter psychosomatischen Erkrankungen. Es entfallen ca. 460 Krankenstandstage pro 1000 Besch\u00e4ftigte in \u00d6sterreich auf psychische Erkrankungen. Die durchschnittliche Krankenstandsdauer je Krankenstandsfall ist bei psychischen Erkrankungen um das Doppelte bis Dreifache l\u00e4nger als bei \u0084rein\u201c k\u00f6rperlichen Erkrankungen. Frauen sind weitaus st\u00e4rker von psychischen Erkrankungen betroffen und scheiden deshalb h\u00e4ufiger als M\u00e4nner aus dem Erwerbsleben aus. Psychische Erkrankungen stellen nach Erkrankungen des Bewegungs- und St\u00fctzapparates die zweit h\u00e4ufigste Ursache f\u00fcr vorzeitige Pensionierungen dar. Mit diesen Zahlen f\u00fcr \u00d6sterreich wird die Notwendigkeit eines st\u00e4rkeren pr\u00e4ventiven Ansatzes im Rahmen des \u00d6sterreichischen Gesundheitsversorgungssystems unterstrichen. Wer nicht rechtzeitig gegensteuert und seine \u201ePsychohygiene\u201c pflegt, erh\u00f6ht das Risiko an psychosomatischen Erkrankungen oder sogar an Burn-out zu erkranken. 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Themen der Vortragsreihe Stress- und Burnout Pr\u00e4vention der N\u00d6-GKK durchgef\u00fchrt von Klinischen- und GesundheitspsychologInnen des Berufsverbandes \u00d6sterreichischer PsychologInnen Nider\u00f6sterreich (B\u00d6P-N\u00d6) werden sein: Was ist Stress und wie wirkt er auf unsere [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[139],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1788"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1788"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1788\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1790,"href":"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1788\/revisions\/1790"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1788"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1788"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schmid-schmid.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1788"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}