Systemische Ansätze

Unter systemischer Therapie werden verschieden Ansätze zusammengefasst, die das Problem einer Person als Wechselwirkung mit seiner sozialen Umwelt sehen. So führen beispielsweise Paarkonflikte häufig dazu, dass einer der beiden Partner psychische Beschwerden entwickelt. Das können Depressionen, Ängste oder Schlafbeschwerden sein. In diesen Fällen ist es sinnvoll, nicht nur mit der betroffenen Person eine psychologische Therapie durchzuführen, sondern auch den Partner miteinzubeziehen. Man spricht dann von der Paartherapie.
Bei der Therapie ist die Interaktion der beteiligten Personen von Interesse. Wie sprechen die beiden Partner miteinander, wie sieht das nonverbale Verhalten aus (Mimik, Körpersprache)? Häufig können dabei Verhaltensmuster festgestellt werden, die für die Beziehung alles andere als förderlich sind. Für das Paar werden diese jedoch häufig nicht mehr wahrgenommen. Es ist dann sinnvoll, diese festgefahrenen Muster von außen (durch den Klinischen Psychologen) aufzudecken. Dadurch besteht die Möglichkeit, andere Verhaltensweisen zu entwickeln, die für die Qualität der Beziehung und das Wohlbefinden des Einzelnen günstiger sind.
Die systemische Therapie ist lösungs- und zielorientiert. Das bedeutet, dass weniger auf die Vergangenheit eingegangen wird, sondern Lösungen im Hier und Jetzt gesucht werden.