Klinisch-psychologische Diagnostik

"Es gibt nur für den einen günstigen Wind, der weiß wohin er segeln will."
(Wilhelm von Oranien)

Bevor mit einer psychologischen Therapie begonnen wird, ist eine genaue Bestandsaufnahme wichtig, um zu klären um welche Beschwerden es sich handelt. Bei der klinisch-psychologischen Diagnostik wird eine Diagnose gestellt und überprüft, ob auch Folgeprobleme vorhanden sind, wie depressive Stimmung oder sozialer Rückzug. Außerdem können psychische Beeinträchtigungen durch körperliche Erkrankungen festgestellt werden (z.B. Schlafbeschwerden oder Konzentrationsprobleme bei Tinnitus).
Zusätzlich werden die Ursachen der Beschwerden analysiert und verstärkende sowie mindernde Einflüsse analysiert. Dies ist wesentlich für die weitere Therapieplanung, da nur dadurch gewährleistet werden kann, daß eine möglichst wirkungsvolle Therapie begonnen wird.
Basierend auf der psychologischen Diagnostik kann ein detaillierter Therapieplan erstellt werden. Der Patient wird dabei genau darüber informiert, welche psychologische Therapie erfolgversprechend ist. Es kann auch meistens der Umfang der Therapie abgeschätzt werden. Ergibt sich in der psychologischen Diagnostik, daß für den Patienten Therapien geeignet sind, die nicht in meiner Praxis angeboten werden, so erfolgt selbstverständlich die Empfehlung an einen anderen Kollegen.

Die Ergebnisse der Diagnostik unterliegen ebenso wie die Gesprächsinhalte der psychologischen Therapie der Verschwiegenheitspflicht und dürfen außer dem zuweisenden Arzt niemandem mitgeteilt werden.


Honorar

Seit 1994 ist die klinisch-psychologische Diagnostik eine Kassenleistung, d.h. nach Überweisung von einem Arzt (vergleichbar der Überweisung zu einem Facharzt) werden die Kosten von der zuständigen Krankenkasse übernommen. Bei Wahlpsychologen werden die Kosten zu ca. 80% von der Krankenkasse zurückerstattet.

Bei Zuweisung von einem Neurologen, Psychiater, Internisten oder Kinderarzt ist keine chefärztliche Bewilligung notwendig. Bei Hausärzten und anderen Fachärzten (z.B. HNO-Facharzt) ist eine Bewilligung beim Chefarzt der Krankenkasse erforderlich. Erst dann ist gewährleistet, dass der betreffende Anteil zurückerstattet wird. Die Bewilligung wird in den meisten Fällen ohne Einschränkung gegeben. Nach der Diagnostik wird der psychologische Befund an den zuweisenden Arzt geschickt und jeder Patient erhält selbstverständlich ebenfalls ein Exemplar.


Wer bietet klinisch-psychologische Diagnostik an?

Klinisch-psychologische Diagnostik wird nur von Klinischen Psychologen durchgeführt, die eine spezielle Ausbildung und Erfahrung in diesem Bereich nachweisen können und durch den Hauptverband der Sozialversicherungsträger anerkannt wurden. Die Ausbildung beträgt für das Psychologie-Studium ca. 5 Jahre, für die Ausbildung zum Klinischen Psychologen ca. weitere 1,5-2 Jahre (großteils an einem Krankenhaus) und danach eine einschlägige Praxis im Bereich der klinisch-psychologischen Diagnostik.

Dr. Norman Schmid ist als Wahlpsychologe für klinisch-psychologische Diagnostik bei allen Krankenkassen anerkannt.