Wann spricht man von Spannungskopfschmerz?

Spannungskopfschmerzen werden meist beidseitig, in Stirn oder Hinterhaupt, manchmal vom Nacken heraufziehend empfunden. Der Schmerz wird dumpf und drückend beschrieben („Schraubstock", „Band um den Kopf"). Nach einigen Jahren ist oft ein dumpfer Dauerkopfschmerz vorhanden, dessen Intensität kaum mehr variiert. Als Begleiterscheinungen können auch Übelkeit, Brechreiz und Sehstörungen hinzukommen (ähnlich der Migräne).


Ursachen

Als unmittelbarer Auslöser werden Verspannungen in der Kopf-, Nacken- und Schultermuskulatur angenommen, die durch Streß und Fehlhaltungen verursacht oder aufrechterhalten werden. Fehlhaltungen sind besonders bei häufiger PC-Arbeit zu berücksichtigen. Die meisten Personen haben vor dem PC eine ungünstige Haltung, die jedoch selbst kaum wahrgenommen wird.

Häufig kommt es in weiterer Folge zu einem Schmerzzirkel, indem Streß, Verspannung und Schmerz weiter aufgeschaukelt werden. Langandauernde Verspannungen (durch Streß oder ungünstige Körperhaltungen) führen automatisch zu Schmerzen. Sie können dies einfach prüfen, indem Sie eine feste Faust machen. Der Verlust an Farbe zeigt Ihnen, dass die Blutzufuhr reduziert wird und dadurch nicht genügend Nahrung und Sauerstoff in den Muskel gelangen. Der Schmerz ist hierbei ein Warnsignal. Bei chronischem Schmerz fehlt jedoch diese Bedeutung und es kommt zur Schmerzkrankheit.