Wann spricht man von Migräne?

Migräne-Kopfschmerz ist typischerweise einseitig, im Bereich von Auge, Schläfe und Stirn. Der Schmerz wird als pulsierend, stechend, "wie ein Messer" beschrieben. Die Schmerzintensität ist meist sehr stark (auf der VAS bei 7-10). Die Dauer variiert von wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen.
Die Migräne kann mit oder ohne Aura-Symptome auftreten. Bei der Migräne mit Aura sind zusätzlich zu den oben genannten Symptomen neurologische Ausfallsymptome vorhanden. Diese gehen der Schmerzattacke voraus und können Blitze oder Zacken sehen, Gesichtsfeldausfall, Taubheitsgefühle, Lähmungserscheinungen und Sprachstörungen beinhalten.


Ursachen

Die Ursache der Migräne ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, daß hormonelle und neuronale Systeme im Gehirn den Schmerzprozeß auslösen. Als Auslösefaktoren gelten Streß, unregelmäßiger Schlaf, Verspannungen, Fehlhaltungen, hormonelle Veränderungen und bestimmte Nahrungsmittel. Auch Wetterumschwünge können eine Rolle spielen. Das Zusammenwirken solcher Auslösefaktoren mit bestimmten organischen Bedingungen kann dann zu Migräne führen.
Meistens sind mehrere solcher Auslösefaktoren notwendig, damit eine Attacke ausgelöst wird. Das bedeutet, daß auch die Beeinflussung von nur einigen Einflußfaktoren (wie Stress, Verspannung, Lebensstil) zu einer deutlichen Verbesserung führen kann.