Was sind chronische Schmerzen?

Schmerzen sind die „Alarmanlage“ des Körpers. Sie sind ein Schutzmechanismus und zeigen uns, wann etwas nicht stimmt, wann der Körper verletzt oder krank ist. Insofern haben akute Schmerzen eine wichtige Funktion.

Chronische Schmerzen jedoch, die meist länger als 6 Monate anhalten und weder durch Therapie und/oder Operation beeinflussbar sind, sind kein Segen. Sie sind auch kein Schutzmechanismus mehr für den Körper, sondern ein eigenes Krankheitsbild. Besonders bei chronischen Schmerzen ist das therapeutische Schmerzteam gefragt, also die Kooperation von Medizin, Psychologie, Physiotherapie etc. um eine nachhaltige Besserung erzielen zu können.


Bei welchen Krankheiten sind chronische Schmerzen vorhanden?

Diese immer wieder auftretenden Schmerzen finden Sie zum Beispiel bei:
  • Migräne
  • Spannungskopfschmerzen
  • Rückenleiden
  • stark abgenützten (arthrotischen) Gelenken
  • Tumoren
  • und vielen weiteren Krankheiten

Dabei ist die Signalfunktion des Schmerzes verloren gegangen. In manchen Situationen ist der Zusammenhang mit der ursprünglichen Krankheit oder Verletzung nicht mehr gegeben, die Schmerzen sind jedoch als eigenständige Krankheit geblieben. Wir sprechen dann auch von der Entstehung eines Schmerzgedächtnisses und der Schmerzkrankheit.


Wie kann man Schmerzen messen?


Schmerzempfinden, also wie stark man Schmerz empfindet, ist sehr unterschiedlich. Damit Sie als Patient nicht als „wehleidig“ gelten oder ihre Beschwerden unterschätzt werden, hat man verschiedene Methoden gefunden sie einzuteilen. Wir messen heutzutage also nicht nur Fieber, Blutzuckerwerte und Ihren Blutdruck, sondern auch Schmerzen.

Nach internationalem Standart zum Beispiel mit einer VAS –Skala (visuelle Analogskala). Dabei wird die Schmerzstärke auf einer Skala eingeteilt, die dann in Werte von 0-10 umgerechnet wird. Null bedeutet also kein Schmerz, 10 bedeutet Maximalschmerz. Weitere Möglichkeiten sind die Schmerzmessung mit der „Smiley“-Skala (traurig bis fröhlich), oder Schmerzskalen für betreuende Personen, falls Patienten selber nicht mehr sprechen können (z.B. nach schweren Unfällen).

Zusätzlich ist es hilfreich „Schmerztagebücher“ zu führen. Dabei wird über eine bestimmte Zeit in einer Art Kalender täglich Buch über den Schmerz geführt. Dabei werden folgende Informationen erhoben: Verlauf, Auslöser, Begleiterscheinungen, etc.
Mit diesen Informationen kann maßgeschneiderte Therapie geplant werden, um eine Schmerzlinderung bzw. Schmerzfreiheit zu erreichen.

Was sind chronische Schmerzen?