Orthomolekulare Medizin

Die orthomolekulare Medizin oder auch Nährstofftherapie ist eine alte, seit den 1960-er Jahren bekannte Therapieform. Nach dem Entdecker L. Pauling, einem amerikanischen Chemiker und zweifachen Nobelpreisträger, geht es dabei um die Erhaltung von Gesundheit und Behandlung von Krankheit durch die Veränderung der Konzentration und die Substitution (Ergänzung) von Stoffen im Körper, die normalerweise vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind.
Dazu gehören Substanzen wie: Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Aminosäuren, Fette, Enzyme, naturidente Hormone.

 

Beispiel:

Auch die Schulmedizin behandelt schon immer orthomolekular, wenn sie z.B. Eisen bei einer Anämie (Blutarmut) substituiert oder Calcium und Vitamin D bei Osteoporose verschreibt.
In der orthomolekularen Medizin gehen wir teilweise noch einen Schritt weiter und würden im obengenannten Fall der Eisensubstitution noch Vitamin C, Vitamin B und Kupfer dazugeben, da erwiesen ist, dass Eisen dadurch deutlich besser aufgenommen und in die roten Blutkörperchen eingebaut wird. Dadurch kann die Behandlungsdauer reduziert werden, ebenso wie die unerwünschten Nebenwirkungen.

 

Sinnvolle Indikationen:

  • Mangelerscheinungen: Eisenmangel, Osteoporose, Hormonmangel in der Menopause, etc.
  • Chronische Erkrankungen: chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Allergien, etc.
  • Psychische Erkrankungen: Depression, Angst, Burnout, Schlafstörungen
  • Tumorerkrankungen: vor, während und nach Chemotherapie / Bestrahlung
  • Vorsorgemedizin: Stärkung des Immunsystems bei immer wieder auftretenden Erkrankungen

 

Vorgehen:

Nach einem ausführlichen Erstgespräch und einer klinischen Untersuchung werden Blut-, Speichel- und Harntests durchgeführt.
Anhand der Symptome des Patienten und der Testergebnisse werden die erforderlichen Stoffe substituiert. Dabei ist es manchmal, z.B. in der begleitenden Tumortherapie, nötig, diese auch als Infusion zu verabreichen.
Nach einer bestimmten Einnahmedauer werden die Tests wiederholt, um eine genaue Anpassung der Dosierung vornehmen zu können und um Über- oder Unterdosierungen zu verhindern und den Therapierfolg zu dokumentieren.